3D Kinos
Dreidimensionale Kinos, auch stereoskopische Kinos oder Raumkinos, sind Kinos in denen der Zuschauer durch räumliche Verfahren ein bewegtes Bild mit dem Eindruck einer echten räumlichen Tiefe geboten bekommt. Die Produktion solcher Filme erfolgt mittels Stereokameras, die Wiedergabe als Raumbildprojektion wie bei Standart-Kinos. Die dreidimensionalen Kinofilme entstanden hauptsächlich in den Jahren 1953 und 1954. Der Grund hierfür war dass die Besucherzahl der Kinos stetig gesunken ist und dies ein verzweifelter Versuch der Produzenten war die Zuschauer zurück zu gewinnen. Der Trick funktionierte, nicht zuletzt deshalb weil Fernsehgeräte zu der Zeit keine Farbfilme ausstrahlten und 3D-Filme eine Attraktion waren die nur im Kino gesehen werden konnten.
3D Kinos als einzigartiges Erlebnis
Im September 2003 wurde nach umfangreichen Vorarbeiten im Grauman´s Egyptian Theatre in Hollywood die erste World 3-D-Film Expo aus Anlass des fünfzigsten „Geburtstages“ des 3D-Hypes der 1950er-Jahre in den USA veranstaltet. In der breiten Bevölkerungsschicht konnten sich die 3D-Kinos bis heute jedoch nicht wirklich durchsetzen. Dies mag zum einen an der bisher unausgereiften Technik liegen, zum anderen auch am Desinteresse der Zuschauer. Dies begründet sich unter anderem an den dafür notwendigen rot-grünen “Brillen” die für den Film getragen werden müssen.
Von 1947 bis heute wurden allein für die 3D-Kinos 75 Kino- oder Kurzfilme gedreht. So genannte 4D-Kino-Filme sind eine irreführende Bezeichnung für 3D-Filme mit Spezialeffekten. Für solche Filme werden neben der räumlichen und akustischen Darstellung auch Sitze oder ganze Sitzreihen bzw. Zuschauerränge bewegt, Wind, Regen oder Nebel produziert oder zusätzliche Schauspieler engagiert die vor der Leinwand agieren. Solche Filme werden in speziellen 4D-Kinos (z.B. im MAD im Cinecittà in Nürnberg) aufgeführt.